En 1872, Émile Boutmy créait Sciences-Po en lui donnant une claire mission : "Contraintes de subir le droit du plus nombreux, les classes qui se nomment elles-mêmes les classes élevées ne peuvent conserver leur hégémonie politique qu'en invoquant le droit du plus capable. Il faut que, derrière l'enceinte croulante de leurs prérogatives et de la tradition, le flot de la démocratie se heurte à un second rempart fait de mérites éclatants et utiles, de supériorité dont le prestige s'impose, de capacités dont on ne puisse pas se priver sans folie."
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Wednesday, August 06, 2014
Sunday, May 22, 2011
Der Vulkan - Roman unter Emigranten
Der kollektive kulturelle Reichtum welcher in den 30ern Deutschland verließ erscheint mir nur um so gigantischer je mehr ich mit ihm vertraut werde. Joseph Roth, Sebastian Haffner, Georg Glaser, Bodo Uhse oder Hannah Arendt - um nur die zu erwähnen, welche ich hier bereits besprochen habe - nun also Klaus Mann mit seinem Vulkan - Roman unter Emigranten. Mann als solcher scheint deserving of an entry devoted exclusively to him. Der Sohn Thomas Manns, der Neffe Heinrich Manns und natürlich der Bruder Erika und Golo Manns - auch wenn ich mit seinen Geschwistern wenig vertraut bin. Verfasser eines der ersten offen homosexuellen Werken der deutschen Literaturgeschichte.
Der Vulkan ist ein facettenreiche Erzählung der Emigrantenszene auf vielen, wechselnden Figuren aufbauend, welche sich untereinander austauschen oder doch zumindest indirekt Kontakt besitzen. Mann betont klar die politische, selbstgewählte Emigration, welches sich unter anderem in seinem Antidot dem älteren Juden, welcher 'keinesfalls [...] zu denen gehören [möchte], die im Ausland sitzen und ihre Heimat beschimpfen', niederschlägt. Er redet nur selten von der Emigration der niederen sozialen Schichten und noch weniger von der angsterfüllten nicht politisch bewussten Emigration.
Sein Roman ist ein Zeitbild dieser gebildeten deutschen Emigranten, welche mich in ihrer Gruppenbildung an Franz Hessels Pariser Romanze erinnerten. 'Man blieb unter sich, sprach immer deutsch miteinander.' Manns Roman ist teilweise etwas langatmig in seinen religiös-philosophischen Diskussionen, welche nicht immer überzeugen und mir zeitweise als reine Abstraktion erschienen. Aber dann, ist 'das Einfache ist stets nur der Vereinfachte' und wie kann ich dem wiedersprechen?
Schließlich ein interessanter Einschub. Meine Wahrnehmung der Einwanderung in die USA, von Ellis Island, der Freiheitsstatue had very much been constructed on an US-centric glorified perception of its immigration past. Das folgende Zitat erschütterte diese Wahrnehmung in its foundation:
Some serious food for thought on how immigration into the US was perceived by its protagonists not the country which they constructed or their well-off great-grandchildren.
Der Vulkan mit all seinen Fehlern gibt ein aufschlußreiches Bild derjenigen wieder welche vorm Nationalsozialismus flohen, dieser 'miserable[n] Berliner Kopie einer schlechten Römischen Erfindung.'
Der Vulkan ist ein facettenreiche Erzählung der Emigrantenszene auf vielen, wechselnden Figuren aufbauend, welche sich untereinander austauschen oder doch zumindest indirekt Kontakt besitzen. Mann betont klar die politische, selbstgewählte Emigration, welches sich unter anderem in seinem Antidot dem älteren Juden, welcher 'keinesfalls [...] zu denen gehören [möchte], die im Ausland sitzen und ihre Heimat beschimpfen', niederschlägt. Er redet nur selten von der Emigration der niederen sozialen Schichten und noch weniger von der angsterfüllten nicht politisch bewussten Emigration.
Sein Roman ist ein Zeitbild dieser gebildeten deutschen Emigranten, welche mich in ihrer Gruppenbildung an Franz Hessels Pariser Romanze erinnerten. 'Man blieb unter sich, sprach immer deutsch miteinander.' Manns Roman ist teilweise etwas langatmig in seinen religiös-philosophischen Diskussionen, welche nicht immer überzeugen und mir zeitweise als reine Abstraktion erschienen. Aber dann, ist 'das Einfache ist stets nur der Vereinfachte' und wie kann ich dem wiedersprechen?
Schließlich ein interessanter Einschub. Meine Wahrnehmung der Einwanderung in die USA, von Ellis Island, der Freiheitsstatue had very much been constructed on an US-centric glorified perception of its immigration past. Das folgende Zitat erschütterte diese Wahrnehmung in its foundation:
Auch auf dich haben wir nicht gewartet! spricht die Freiheits-Statue: irgendein Emigrant und armer Kerl hatte einmal behauptet, diese entmutigenden Worte können man der großen Dame, Lady Liberty, von der Stirne ablesen...vielleicht wurde er gleich zurückgeschickt, deportiert oder mußte mindestens für mehrere Tage auf jene gräßliche Insel, Ellis Island genannt, wo man verdächtige Fremde wie Zuchthäusler traktierte -: davon hatte Abel viel des Schlimmen gehört.
Some serious food for thought on how immigration into the US was perceived by its protagonists not the country which they constructed or their well-off great-grandchildren.
Der Vulkan mit all seinen Fehlern gibt ein aufschlußreiches Bild derjenigen wieder welche vorm Nationalsozialismus flohen, dieser 'miserable[n] Berliner Kopie einer schlechten Römischen Erfindung.'
Wednesday, April 27, 2011
Pariser Romanze
Zweifelslos einer der schönste Romane, welchen ich in letzter Zeit las aber auch einer der traurigsten, der melancholischsten? Franz Hessels Pariser Romanze erzählt die (semi-)fiktive Liebesgeschichte eines jungen Soldaten im Vorkriegsparis, der vom Feldlager aus postalisch seinen schweizerischen Freund von eben dieser berichtet. Franz Hessel ist einerseits der deutsche Protagonist von Truffauts Jules et Jim, aber auch der Vater von Stéphane Hessel und natürlich einer der frühsten Franko-Deutscher, welchen ich kenne.
Er war aber auch einfach ein unglaublich einnehmender Schriftsteller in his own right. In der Pariser Romanze gibt er - frei literarisch - den Anfang seiner Beziehung mit seiner späteren Frau und Mutter von Stéphane Hessel, Helen Grund (die Frau im Beziehungsdreieck Jules et Jims. Viel wichtiger - und ansprechender - ist aber seine Liebeserklärung an das Paris der Vorkriegszeit, welches er - von nationalem, patriotischen Aufruhr umgeben - für das ungewisse Schicksal des Soldaten verlassen mußte. Dieses Paris vermißt er und beschreibt es in einer Schönheit und mit einer melancholischen Offenheit, welche seines gleichen sucht.
Hessels (Anti-?)held ist der belesene Außenseiter, welcher weder besonders schön, noch besonders schlagfertig, noch sonst irgendwie besonders ist, der sich in sein Schicksal ergibt und das Leben und die Lebendigkeit bewundert sowie beschreibt, gar an ihr teil hat aber ohne je selber - lange - im Mittelpunkt zu stehen. Ein wirklich schönes Buch auch wenn Hessel gegen Ende vom angenehm zuckrigen Melancholischem ein wenig in den Kitsch hinüberfällt. Oder bzw vielleicht teile ich auch einfach seine Liebe zu Paris mehr als seine Variante zwischenmenschlicher Liebe.
Und einfach weil er ihn so schön beschreibt auch wenn sein abschließendes Urteil viel zu hart ist, Kurt Tucholsky:
Er war aber auch einfach ein unglaublich einnehmender Schriftsteller in his own right. In der Pariser Romanze gibt er - frei literarisch - den Anfang seiner Beziehung mit seiner späteren Frau und Mutter von Stéphane Hessel, Helen Grund (die Frau im Beziehungsdreieck Jules et Jims. Viel wichtiger - und ansprechender - ist aber seine Liebeserklärung an das Paris der Vorkriegszeit, welches er - von nationalem, patriotischen Aufruhr umgeben - für das ungewisse Schicksal des Soldaten verlassen mußte. Dieses Paris vermißt er und beschreibt es in einer Schönheit und mit einer melancholischen Offenheit, welche seines gleichen sucht.
Hessels (Anti-?)held ist der belesene Außenseiter, welcher weder besonders schön, noch besonders schlagfertig, noch sonst irgendwie besonders ist, der sich in sein Schicksal ergibt und das Leben und die Lebendigkeit bewundert sowie beschreibt, gar an ihr teil hat aber ohne je selber - lange - im Mittelpunkt zu stehen. Ein wirklich schönes Buch auch wenn Hessel gegen Ende vom angenehm zuckrigen Melancholischem ein wenig in den Kitsch hinüberfällt. Oder bzw vielleicht teile ich auch einfach seine Liebe zu Paris mehr als seine Variante zwischenmenschlicher Liebe.
Und einfach weil er ihn so schön beschreibt auch wenn sein abschließendes Urteil viel zu hart ist, Kurt Tucholsky:
Es ist eine Art Mannesschwäche in diesem Mann, etwas fast Weibliches (nicht: Weibisches) [...] es ist etwas Lebensuntüchtiges, oh, wie soll ich dies Wort hinmalen, damit es nicht nach Bart und Hornbrille schmeckt? Und das weiß Hessel. Und weil er klug ist, macht er aus der Not eine Tugend und spielt, ein wenig kokett, den Lebensuntüchtigen: Ich bin nämlich ein stiller, bescheidener Dichter ... Das ist nicht unangenehm, nur ein wenig monoton.
Saturday, January 29, 2011
Begegung mit Ernst Weiss
Mona Wollheim in diesem kurzen Büchlein beschreibt ihre Begegnung mit Ernst Weiss in Paris 1936-1940. Ernst Weiss natürlich ist einer meiner innig geliebten deutschen Exilliteraten der 1930er und 1940er Jahre, welchen ich kürzlich per Zufall entdeckt hatte.
Wollheim war als junge Deutsche, frisch verheiratet nach Paris emigriert, warum wird nicht direkt klar. Waren sie und ihr Mann jüdisch oder politisch engagiert? Ersteres lässt ein Kommentar über Kafkas Interesse an jüdischen Themen unwahrscheinlich erscheinen, dennoch waren sie wohl staatenlos. In Paris treffen sie mit Weiss zusammen (ich habe mich schon desöfteren gefragt, wie groß diese Exilgemeinde eigentlich war und ob sich dort letzten Endes alle mehr oder weniger kannten), der sie als literarisch interessierte Kulturbürger faszinierte und um den sie sich mehr und mehr kümmerte, schließlich sogar seine Sekretärin, Vertraute und Geliebte wird.
Leider ist Wollheim keine besonders gute Schriftstellerin, ihre damals selbst verfassten und zitierten Gedichte sind schmalzig und sonst nicht weiter der Rede wert. Sie lässt vieles aus, was ihren Ruf oder Moralvorstellungen beeinträchtigen könnte, so daß sie seine Geliebte war und wie das gelebte Dreierverhältnis zwischen ihrem Mann, ihr und Weiss sich entwickelte, und opfert dadurch vieles, was für den Leser aufschlussreich hätte seien können.
Das einzige Interessante für mich an diesem Büchlein (knapp 90 Seiten), war der Einblick in das tägliche Leben der Exildeutschen im Paris der 30er Jahre, welcher es bot. Außerdem die Erinnerung an die oft vergessene Tatsache, daß der Hauptteil der Vertriebenen ja keine großen Schriftsteller, Maler oder Philosophen waren, sondern uns heute vollkommen unbekannte Normal-(wenn auch wohl Kultur-)bürger.
Kaum empfehlenswert also, wenngleich meine Faszination mit der Exilliteratur anhält und - sehr indirekt - hier weitere Nahrung erhielt.
Wollheim war als junge Deutsche, frisch verheiratet nach Paris emigriert, warum wird nicht direkt klar. Waren sie und ihr Mann jüdisch oder politisch engagiert? Ersteres lässt ein Kommentar über Kafkas Interesse an jüdischen Themen unwahrscheinlich erscheinen, dennoch waren sie wohl staatenlos. In Paris treffen sie mit Weiss zusammen (ich habe mich schon desöfteren gefragt, wie groß diese Exilgemeinde eigentlich war und ob sich dort letzten Endes alle mehr oder weniger kannten), der sie als literarisch interessierte Kulturbürger faszinierte und um den sie sich mehr und mehr kümmerte, schließlich sogar seine Sekretärin, Vertraute und Geliebte wird.
Leider ist Wollheim keine besonders gute Schriftstellerin, ihre damals selbst verfassten und zitierten Gedichte sind schmalzig und sonst nicht weiter der Rede wert. Sie lässt vieles aus, was ihren Ruf oder Moralvorstellungen beeinträchtigen könnte, so daß sie seine Geliebte war und wie das gelebte Dreierverhältnis zwischen ihrem Mann, ihr und Weiss sich entwickelte, und opfert dadurch vieles, was für den Leser aufschlussreich hätte seien können.
Das einzige Interessante für mich an diesem Büchlein (knapp 90 Seiten), war der Einblick in das tägliche Leben der Exildeutschen im Paris der 30er Jahre, welcher es bot. Außerdem die Erinnerung an die oft vergessene Tatsache, daß der Hauptteil der Vertriebenen ja keine großen Schriftsteller, Maler oder Philosophen waren, sondern uns heute vollkommen unbekannte Normal-(wenn auch wohl Kultur-)bürger.
Kaum empfehlenswert also, wenngleich meine Faszination mit der Exilliteratur anhält und - sehr indirekt - hier weitere Nahrung erhielt.
Wednesday, April 21, 2010
Geschichten aus Sieben Ghettos
Ein weiterer Exilautor, der rasende Reporter Egon Erwin Kisch war mir das erste Mal als linientreuer Parteigenosse gegen den sich emanzipierenden Glaser agitierend bewußt unter die Augen gekommen. Zufälligerweise hatte ich mir kurz vorher eines seiner Bücher gekauft, sonst hätte ich seine Geschichten aus Sieben Ghettos aus reiner Abneigung wohl gar nicht gelesen.
Warum gab es eigentlich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert so viele faszinierende intellektuelle Weltreisende? Kisch gehört auch in diese illustre (Neruda, Hemingway, Malraux, Céline...) Gruppe, auch wenn seine Prinzipientreue (oder blinde Kommunismusgläubigkeit) ihn wohl in seinen Reportagen über die Sowjetunion beeinflußten, sowie zersetzende Autoren wie Glaser kritisieren und als deutschsprachiger (und -schreibender) Tscheche die Beneš-Dekrete befürworten ließ. Wer will es ihm verdenken. Unzählig sind diejenigen, welche in dieser Zeit dem Charme der Sowjetunion erlagen und ohne die Umstände dieser Jahre wirklich zu kennen kann ich dieses tragische Fehlurteil nicht bewerten.
Kischs Biographie im Schnelldurchgang also. Aufgewachsen im k.u.k. Prag, Journalist, gilt angeblich als einer Erfinder der literarischen Reportage, Reisender (Australien, China, USA, Europa...), jüdischer Herkunft, spielte eine aktive Rolle im österreichischen Gegenstück zur deutschen Novemberrevolution, in Berlin arbeitend bis von den Nazis 1934 ausgewiesen, amerikanisches und mexikanisches Exil, schließlich sein Tod 1947 in Prag. Dies nur als Hintergrund.
Geschichten aus Sieben Ghettos ist eine Sammlung spannender, faszinierender Kurzgeschichten und Reportagen über jüdisches Leben in Europa im Laufe der Jahrhunderten. Akkurat erscheinede historische Extrakte etwa über die Brüder Fey, welche versuchten während der französischen Revolution Geschäfte zu machen und mit Danton und Chabot unter der Guillotine endeten kontrastieren mit zeitgemäßen Beobachten über (seinerzeit) modernes jüdisches Leben in Paris und Amsterdam. Hinzu kommen Wiedererzählungen jüdischer Moralgeschichten, welche auf diesen sehr typischen osteuropäisch-jüdischen Humor (frei nach Shlomo Sand würde ich behaupten, daß dieser nicht allgemein jüdisch sei) aufbauen, welchen ich einfach toll finde. Schlichtweg ein wirklich empfehlenswertes Büchlein.
Warum gab es eigentlich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert so viele faszinierende intellektuelle Weltreisende? Kisch gehört auch in diese illustre (Neruda, Hemingway, Malraux, Céline...) Gruppe, auch wenn seine Prinzipientreue (oder blinde Kommunismusgläubigkeit) ihn wohl in seinen Reportagen über die Sowjetunion beeinflußten, sowie zersetzende Autoren wie Glaser kritisieren und als deutschsprachiger (und -schreibender) Tscheche die Beneš-Dekrete befürworten ließ. Wer will es ihm verdenken. Unzählig sind diejenigen, welche in dieser Zeit dem Charme der Sowjetunion erlagen und ohne die Umstände dieser Jahre wirklich zu kennen kann ich dieses tragische Fehlurteil nicht bewerten.
Kischs Biographie im Schnelldurchgang also. Aufgewachsen im k.u.k. Prag, Journalist, gilt angeblich als einer Erfinder der literarischen Reportage, Reisender (Australien, China, USA, Europa...), jüdischer Herkunft, spielte eine aktive Rolle im österreichischen Gegenstück zur deutschen Novemberrevolution, in Berlin arbeitend bis von den Nazis 1934 ausgewiesen, amerikanisches und mexikanisches Exil, schließlich sein Tod 1947 in Prag. Dies nur als Hintergrund.
Geschichten aus Sieben Ghettos ist eine Sammlung spannender, faszinierender Kurzgeschichten und Reportagen über jüdisches Leben in Europa im Laufe der Jahrhunderten. Akkurat erscheinede historische Extrakte etwa über die Brüder Fey, welche versuchten während der französischen Revolution Geschäfte zu machen und mit Danton und Chabot unter der Guillotine endeten kontrastieren mit zeitgemäßen Beobachten über (seinerzeit) modernes jüdisches Leben in Paris und Amsterdam. Hinzu kommen Wiedererzählungen jüdischer Moralgeschichten, welche auf diesen sehr typischen osteuropäisch-jüdischen Humor (frei nach Shlomo Sand würde ich behaupten, daß dieser nicht allgemein jüdisch sei) aufbauen, welchen ich einfach toll finde. Schlichtweg ein wirklich empfehlenswertes Büchlein.
Tuesday, February 23, 2010
Die Nacht vor Paris
Von der Exilliteratur zur Wehrmachtsliteratur könnte man den Schritt von Mehrings Paris in Brand zu Wilhelm Ehmers Die Nacht in Paris bezeichnen. Ich hatte ein dünnes Büchleich als Intermezzo vor meinem Gang in eine französische Bücherei lesen wollen und war in meinem Bücherregal auf dieses ältlich aussehende 160 Seiten starke Buch gestoßen. Ursprünglich kam es aus dem Regal meines - verstorbenen - Großvaters, welcher es laut Widmung 1943 "auf der Fahrt nach Rußland" mit sich führte. Soweit so gut, so abstoßend, so faszinierend.
Ich las das propagandistische Machwerk - angeblich durch den Wehrmachtsbuchhandel verbreitet - innerhalb weniger Stunden an zwei aufeinanderfolgenden Abende. Das Buch als solches (und sein Autor) verdient kaum besonderer Aufmerksamkeit, es ist nicht schlecht geschrieben (wenn auch wiederum nicht gut), die Narration enthält wenige Spannungselemente und erreicht es nicht den (in meinem Fall zugegebenermaßen skeptischen) Leser zu binden. Schließlich erscheint der Autor stilistisch auf zeitlich ihm vorausgehende Epochen zurückzugreifen, es gibt keinen inneren Monolog, keinerlei Abfall vom traditionellen Erzählaufbau des Romans des späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Diesen stilistische Schritt zurück in die Vergangenheit nahm ich als Rückzug auf einen reineren, ursprünglicheren, deutscheren Stil wahr, welcher mit der Naziideologie wohl besser vereinbar war und im Gegensatz zu ausländischer, jüdischer, zersetzender, entarteter Kunst steht.
Ehmer ist mit heutigen Populärautoren vergleichbar in dem Sinne, als daß ihm jedwede Subtilität abgeht. Etwaige angedeutete Gedanken oder Überzeugungen sind von der Eleganz und des unaufdringlichen Wirkens eines Holzhammers. Als solches wäre dies nun nicht unbedingt zu kritisieren - ich fand Dan Brown zum Beispiel amüsant, es muß halt auch Strandliteratur geben - Die Nacht vor Paris stößt eher wegen des Inhaltes der vorgetragenen Ideen und Überzeugungen ab, als wegen ihrer Form oder mangelnder Subtilität.
Ein kleiner Parcours:
Ich las das propagandistische Machwerk - angeblich durch den Wehrmachtsbuchhandel verbreitet - innerhalb weniger Stunden an zwei aufeinanderfolgenden Abende. Das Buch als solches (und sein Autor) verdient kaum besonderer Aufmerksamkeit, es ist nicht schlecht geschrieben (wenn auch wiederum nicht gut), die Narration enthält wenige Spannungselemente und erreicht es nicht den (in meinem Fall zugegebenermaßen skeptischen) Leser zu binden. Schließlich erscheint der Autor stilistisch auf zeitlich ihm vorausgehende Epochen zurückzugreifen, es gibt keinen inneren Monolog, keinerlei Abfall vom traditionellen Erzählaufbau des Romans des späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Diesen stilistische Schritt zurück in die Vergangenheit nahm ich als Rückzug auf einen reineren, ursprünglicheren, deutscheren Stil wahr, welcher mit der Naziideologie wohl besser vereinbar war und im Gegensatz zu ausländischer, jüdischer, zersetzender, entarteter Kunst steht.
Ehmer ist mit heutigen Populärautoren vergleichbar in dem Sinne, als daß ihm jedwede Subtilität abgeht. Etwaige angedeutete Gedanken oder Überzeugungen sind von der Eleganz und des unaufdringlichen Wirkens eines Holzhammers. Als solches wäre dies nun nicht unbedingt zu kritisieren - ich fand Dan Brown zum Beispiel amüsant, es muß halt auch Strandliteratur geben - Die Nacht vor Paris stößt eher wegen des Inhaltes der vorgetragenen Ideen und Überzeugungen ab, als wegen ihrer Form oder mangelnder Subtilität.
Ein kleiner Parcours:
- Die (einzige) menschelnde Figur des Buches, Leutnant von Dönitz, muß beim Anblick einer französischen Gräfin aufgrund ihrer übertriebenen Aufmachung natürlich an die "weibischen Erscheinungen seiner pommerischen Heimat lebhaft und erfreulich" denken. Das Thema französischer Dekadenz ist gesetzt.
- Der (im gesamten Werk glaube ich namenslos bleibende) General ist "das ewige Abbild kampfentschlossener Mannhaftigkeit" im Gegensatz zum verweichlichten, ja verweiblichten französischen Verteidigungsversuch.
- Ein freundlicher Hund ist symptomatisch für den Zustand der französischen Rasse, "gut durchgezüchtet [...] [hat] aber keine Entschlußkraft mehr."
- Der Eroberungsfeldzug Frankreichs wird entweder als gottgegeben oder als Frankreichs Schuld dargestellt.
- Der wichtigste Strang des Romans ist der Versuch der deutschen Offiziere Paris vor Schaden zu bewahren. Dieser wäre nur des Unvermögens oder der Böswilligkeit der Franzosen zuzuschreiben, sein Vermeiden hingegen beweist die Größe des deutschen Volkes. "Wenn man das Kunstwerk geschont hatte, so, um der eigenen Gesittung willen, die sich vor dem Unvergänglichen beugte und sich dadurch seiner würdig bewies."
- "Die Feldküche an der ich [...] vorbeikam, roch wie immer sehr appetitlich." Irrelevant als Aussage, aber den Propaganda- und Werbecharakter des Buches sehr schön veranschaulichend. Oder kann sich irgendjemand ein solches Zitat aus dem Munde eines Frontsoldaten (egal welcher Armee und Epoche) vorstellen?
- "Neger" sind sogar zu dumm um zu begreifen, was ein Unterhändler ist, und daß auf ihn nicht geschossen werden darf.
- Die Niederlage Frankreichs wird als "erbarmungslose Folgerichtigkeit" der Tatsache, daß es "nicht mehr 'werden' wollte, sondern nur noch 'sein'" Deutschland ist ist nichts als das Werkzeug des Schicksals.
- Zum Abschluß versteht die uns bereits bekannte Gräfin zumindest, daß Frankreich "auf der falschen Seite gekämpft habe" hofft und vertraut aber immerhin darauf, daß "die Jugend sich verstehen wird." Frankreich wird also sein Platz im neugeordneten Europe eingeräumt.
- Sowohl die tapferen, aufopferungsvollen deutschen Soldaten als auch ihre erhabenen Generäle entsprechen absoluten Idealvorstellungen in Ehmers Text. Sie bleiben außerdem vollkommen farblos, ich vermute dies liegt daran, daß sie einen möglichst großen Modellcharakter entwickeln sollten.
Wilhelm Ehmer also als Wehrmachtsbarde. Ihm zugute zu halten bleibt, daß er die NSDAP und ihre Führer nicht einmal erwähnt. Es gibt nur eine Referenz auf eine "junge, erneuerte Kraft," welche sich ihre Zukunft sicher wolle. Ehmer scheint positiv betrachtet weniger ein Nazi als ein rückgratloser, feiger Opportunist und Nationalist gewesen zu sein. Ich tue mir mit diesem Urteil zwar schwer, da es als Nachgeborener einfach ist diese Art von Kritik zu üben, an der (in meinen Augen) Richtigkeit dieser These ändern diese Skrupel aber wenig. Dies vor allem, als daß Ehmer weitere Machtwerke unter Obhut der Wehrmacht verfaßte. So, Der Bombenkrieg der Briten. Amtliche Feststellungen zur Schuldfrage. oder Die Kraft der Seele. Gedanken eines Deutschen im Kriege. Endgültig zu klären scheint diese Frag ob Opportunismus oder Überzeugung, ob Feigheit oder Schlimmeres durch einen auf französisch verfassten Aufsatz:
"Celui-ci [Ehmers] s'adresse à son public vêtu de l'uniforme de la Wehrmacht et considère comme 'un imperatif suprême' que les écrivains, au même titre que les soldats, "défendent la volonté de vivre d'un peuple contre toutes les menaces et tiennent bon malgré tous les revers. Son discours Schöpferische Wirkungen des Krieges parut plus tard."
"Dieser [Ehmer] adressiert sich an sein Publikum eine Wehrmachtsuniform tragend und betrachtet als "übergeordnetes Gebot," daß Schriftsteller, genauso wie Soldaten, den Willen zu leben eines Volkes gegen jeder Gefahr verteidigen und standhaft bleiben gegen jeden Rückschlag. Wenig später erschien seine Rede Schöpferische Wirkungen des Krieges."Gerade Ehmers journalistische und publizistische Tätigkeit bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges (ab 1949 bei den Lüdenscheider Nachrichten) erscheinen aus heutiger Sicht kaum nachvollziehbar und können wohl kaum andersartig als ein Beispiel für die mangelnde Aufbereitung des Dritten Reiches in Nachkriegsdeutschland bezeichnet werden und sich selbst heute noch in einem furchtbar unkritischen Wikipediaeintrag niederschlägt (den ich wohl am Wochenende mal angehen werde). Seine (Mit-?)Gründung eines Kuratoriums Unteilbares Deutschland 1954 deutet für mich auf eine Kontinuität auch seines nationalistischen Denkens hin. Ich gebe gerne zu, daß diese Annahme wohl eher in den Bereich der Spekulation gehört.
Was bleibt? Die Überzeugung, daß Mitläufer, Schreibtischprovokateure und Opportunisten wie Ehmer nach dem Krieg härter hätten abgeurteilt werden müssen und natürlich (glücklicherweise) die Armseligkeit und das letztliche Scheitern ihrer Überzeugungen.
Monday, February 22, 2010
Paris in Brand
Zufällig in einem kleinen Buchladen bei mir um die Ecke gefunden passte Walter Mehrings Paris in Brand perfekt in meine kürzlich angeeignete Faszination mit deutscher Exilliteratur. Ich vergleiche Mehring dadurch natürlich mit Georg Glaser, was oberflächlich zwar haltbar ist aber letzten Endes dann doch wenig Sinn macht. Beide wohnten zwar in Paris, flohen vor den Nazis dorthin, waren politisch und schriftstellerisch in den 20er und 30er Jahren aktiv, aber der eine war Anarchist und jedweder politischen Utopie gegenüber skeptisch, der andere Kommunist. Der eine schrieb Chansons und politisches Kabarett, lebte bereits in den 20er Jahren hauptsächlich in Paris, personifizierte eine Art aufgeklärtes Weltbürgertum, der andere betätigte sich politisch (im wahrsten Sinne des Wortes) kämpfend und als parteinaher Barde. Glaser schreibt wuchtig, ursprünglich, Mehring ist ein auch in seiner Wortwahl intellektualisierender Schriftsteller. Kurz: Die Bezeichnung Exilliteratur beschreibt und ist doch wenig aussagekräftig.
Paris in Brand ist ein abstruses Werk, welches sich dem Leser nur schwierig erschließt. Der Autor gibt zwei parallele Geschichten wieder, da sind einmal der deutsche Journalist sowie ein junger russischer Emigrant im zeitgenösssischen Paris und dann wird das Leben de Antoinette Bourignon beschrieben, der Heiligen der Armen. Mehring mokiert sich in diesem Textkonglomerat aller, die häßliche Heilige, welche in Amsterdam einen Börsenkrach verursacht und auf ihren Reisen abwechselnd vergöttert und vertrieben wird, die große Hure Presse, welche im modernen Paris ihr Umwesen treibt. Nebenbei setzt er noch Spitzen gegen die amerikanischen Invasoren der Île St. Louis, um schließlich auch noch die utopistischen Träume der Kommunisten als unmöglich darzustellen.
Ich würde gerne mehr von Mehring lesen, vor allem ein Theaterstück, welches 1929 Goebbels mit einer ganzseitigen Replik bedachte und alleine schon deswegen meine Sympathie besitzt, aber auch seine Chansons und Aufnahmen des politischen Kabaretts, welche auf seinen Texten beruht. Ich nehme aber leider an, daß es schwierig wird an diese Aufnahmen und Texte ranzukommen. Paris in Brand war auf jeden Fall ein guter, wenn auch nicht ganz einfacher, Einstieg in Mehrings Werk.
Als Nachtrag bleibt zu vermerken, daß Paris in Brand zwar in Frankreich geschrieben wurde, dies aber in den 20er Jahren geschah und ich deswegen mir gar nicht sicher bin, ob das Werk überhaupt schon zur Exilliteratur dazu gezählt werden darf.
Paris in Brand ist ein abstruses Werk, welches sich dem Leser nur schwierig erschließt. Der Autor gibt zwei parallele Geschichten wieder, da sind einmal der deutsche Journalist sowie ein junger russischer Emigrant im zeitgenösssischen Paris und dann wird das Leben de Antoinette Bourignon beschrieben, der Heiligen der Armen. Mehring mokiert sich in diesem Textkonglomerat aller, die häßliche Heilige, welche in Amsterdam einen Börsenkrach verursacht und auf ihren Reisen abwechselnd vergöttert und vertrieben wird, die große Hure Presse, welche im modernen Paris ihr Umwesen treibt. Nebenbei setzt er noch Spitzen gegen die amerikanischen Invasoren der Île St. Louis, um schließlich auch noch die utopistischen Träume der Kommunisten als unmöglich darzustellen.
Ich würde gerne mehr von Mehring lesen, vor allem ein Theaterstück, welches 1929 Goebbels mit einer ganzseitigen Replik bedachte und alleine schon deswegen meine Sympathie besitzt, aber auch seine Chansons und Aufnahmen des politischen Kabaretts, welche auf seinen Texten beruht. Ich nehme aber leider an, daß es schwierig wird an diese Aufnahmen und Texte ranzukommen. Paris in Brand war auf jeden Fall ein guter, wenn auch nicht ganz einfacher, Einstieg in Mehrings Werk.
Als Nachtrag bleibt zu vermerken, daß Paris in Brand zwar in Frankreich geschrieben wurde, dies aber in den 20er Jahren geschah und ich deswegen mir gar nicht sicher bin, ob das Werk überhaupt schon zur Exilliteratur dazu gezählt werden darf.
Wednesday, January 06, 2010
Down and Out in Paris and London
George Orwell (whose real name was Eric Arthur Blair btw, in case you didn't know, I found out only just now) seems to me one of those authors who is virtually synonymous with his best-selling novel, 1984 in this case. It has been a long time since I read that dystopian vision of his future (and our past I guess), but I had also admired Animal Farm when I read it as an adolescent. Additionally, Down and Out in Paris and London seemed to be a good precursor to my move to Paris, so...I picked it up on my dad's shelf.
Orwell describes his life as a menial worker in France and as a tramp in England (in the areas surrounding London). It does not seem to be quite certain, whether he inadvertently tumbled into such a dire financial state that he was forced to lead that kind of life, or whether he exposed himself voluntarily to it in order to obtain a glimpse to a world which would otherwise be closed for him. In either case, the novel (is it even a novel?) is written very prosaic, Orwell is not one to impress with convoluted phrases, thoughts or ideas, yet this seems to fit his subject matter more anyway. The book is a very good read, what is problematic is that it's a very journalistic work, one which doesn't necessarily contain a lot of lessons or information on today's world. It offers a snapshot of poverty in Paris and London in the 1920s. Nothing more but then of course nothing less.
Orwell describes his life as a menial worker in France and as a tramp in England (in the areas surrounding London). It does not seem to be quite certain, whether he inadvertently tumbled into such a dire financial state that he was forced to lead that kind of life, or whether he exposed himself voluntarily to it in order to obtain a glimpse to a world which would otherwise be closed for him. In either case, the novel (is it even a novel?) is written very prosaic, Orwell is not one to impress with convoluted phrases, thoughts or ideas, yet this seems to fit his subject matter more anyway. The book is a very good read, what is problematic is that it's a very journalistic work, one which doesn't necessarily contain a lot of lessons or information on today's world. It offers a snapshot of poverty in Paris and London in the 1920s. Nothing more but then of course nothing less.
Monday, September 07, 2009
Notre-Dame de Paris
"Un livre génial [...] Quasimodo est la personnification du peuple français du Moyen Age, opprimé et méprisé, sourd et difforme, mais en qui s'éveille la conscience de son bon droit et de ses forces infinies, encore inentamées."
C'est ça l'interprétation de Dostoïesvski du chef-œuvre de Victor Hugo. Je ne crois pas que j'aie arrivé à cette conclusion moi-même. Mais qui suis-je de ne pas être d'accord avec Dostoïesvski(de qui je suis en train de commencer un bouquin d'ailleurs, drôle de hasard)? Et du coup, on est bien d'accord que le livre est génial. L'histoire du bossu monstrueux qui tombe amoureux de la belle gitane, Quasimodo et Esméralda, est connu mondiale et a été adapté pour le film à plusieurs reprises. Mais même avec les grandes lignes des événements peu surprenant, Notre-Dame de Paris fascine par les personnages et leur description détaillée (dont celles des personnages de la deuxième ou troisième plan) mais aussi par l'aventure soi-même. La mort et la misère qui sont toujours présents. Plus difficile c'est le Paris du 14ème décrit du point de vue du Paris du 18ème, peu compréhensible pour quelqu'un connaissant le Paris d'aujourd'hui superficiellement.
C'est ça l'interprétation de Dostoïesvski du chef-œuvre de Victor Hugo. Je ne crois pas que j'aie arrivé à cette conclusion moi-même. Mais qui suis-je de ne pas être d'accord avec Dostoïesvski(de qui je suis en train de commencer un bouquin d'ailleurs, drôle de hasard)? Et du coup, on est bien d'accord que le livre est génial. L'histoire du bossu monstrueux qui tombe amoureux de la belle gitane, Quasimodo et Esméralda, est connu mondiale et a été adapté pour le film à plusieurs reprises. Mais même avec les grandes lignes des événements peu surprenant, Notre-Dame de Paris fascine par les personnages et leur description détaillée (dont celles des personnages de la deuxième ou troisième plan) mais aussi par l'aventure soi-même. La mort et la misère qui sont toujours présents. Plus difficile c'est le Paris du 14ème décrit du point de vue du Paris du 18ème, peu compréhensible pour quelqu'un connaissant le Paris d'aujourd'hui superficiellement.
Wednesday, July 08, 2009
There is never any end to Paris
"If you are lucky enough to have lived in Paris as a young man, then wherever you go for the rest of your life, it stays with you, for Paris is a moveable feast."
I had recently discovered (very much by accident) that Hemingway had written a collection of sketches of his life as a young husband and emerging writer in Paris. Naturally I decided that I would have to read it and soon after bought it as a present for a friend of mine, racing through most of the book during the afternoon before I gave it to him. While I am not as sentimental, nor as grandiose as Hemingway, it seemed fitting to read something like this as some kind of a closure for my year in Paris.
Hemingway lived in Paris in the 1920s and his twenties. His book, A moveable Feast, consists of charming sketches detailing his impoverished life there. He fasts for lunch, boasts how hunger contributes to the understanding of art, and embellishes his family's finances at the race tracks. The book is less about actual Paris, and much more so about Hemingway's life which happens to take place mostly in Paris. His wife and their happiness in early marriage are focused on, his relation with Gertrude Stein and how they drifted apart as well as his friendship with Ezra Pound is described. Finally, how he came into contact with F. Scott Fitzgerald and how he and Zelda drove each other insane (quite literally) and how Hemingway perceived the glamorous couple.
Quite the fascinating literary gem, without a doubt. I feel some beforehand knowledge of Hemingway (and his literary contemporaries cited above) are needed in order to facilitate one's understanding of parts of the book, but I can wholeheartedly recommend it.
In the last chapter Hemingway scathingly attacks his second wife for stealing him away from his first one with whom he had been oh so happy:
"The oldest trick there is. It is that an unmarried young woman becomes the temporary best friend of another young woman who is married, goes to live with the husband and wife and then unknowingly, innocently and unrelentingly sets out to marry the husband. [...] The husband has two attractive girls around when has finished work. One is new and strange and if he has bad luck he gets to love them both."
Abstracting from Hemingway's obvious glorification of the past (by the time he wrote this he was married a fourth time and shortly before his suicide) and of himself (who is lured away without fault himself from his wife by her rich best friend the poor, helpless chap) and interesting family dispute has emerged regarding this. The originally published version of A moveable Feast was published by Hemingway's fourth wife who arranged, included and excluded the existing sketches. Now, Hemingway's grandson with his second wife has published an alternate version that includes some sketches which paint his grandmother in a more positive light and which had been omitted Hemingway's fourth wife. Quite obviously, I will need to have a look at that version as well.
I had recently discovered (very much by accident) that Hemingway had written a collection of sketches of his life as a young husband and emerging writer in Paris. Naturally I decided that I would have to read it and soon after bought it as a present for a friend of mine, racing through most of the book during the afternoon before I gave it to him. While I am not as sentimental, nor as grandiose as Hemingway, it seemed fitting to read something like this as some kind of a closure for my year in Paris.
Hemingway lived in Paris in the 1920s and his twenties. His book, A moveable Feast, consists of charming sketches detailing his impoverished life there. He fasts for lunch, boasts how hunger contributes to the understanding of art, and embellishes his family's finances at the race tracks. The book is less about actual Paris, and much more so about Hemingway's life which happens to take place mostly in Paris. His wife and their happiness in early marriage are focused on, his relation with Gertrude Stein and how they drifted apart as well as his friendship with Ezra Pound is described. Finally, how he came into contact with F. Scott Fitzgerald and how he and Zelda drove each other insane (quite literally) and how Hemingway perceived the glamorous couple.
Quite the fascinating literary gem, without a doubt. I feel some beforehand knowledge of Hemingway (and his literary contemporaries cited above) are needed in order to facilitate one's understanding of parts of the book, but I can wholeheartedly recommend it.
In the last chapter Hemingway scathingly attacks his second wife for stealing him away from his first one with whom he had been oh so happy:
"The oldest trick there is. It is that an unmarried young woman becomes the temporary best friend of another young woman who is married, goes to live with the husband and wife and then unknowingly, innocently and unrelentingly sets out to marry the husband. [...] The husband has two attractive girls around when has finished work. One is new and strange and if he has bad luck he gets to love them both."
Abstracting from Hemingway's obvious glorification of the past (by the time he wrote this he was married a fourth time and shortly before his suicide) and of himself (who is lured away without fault himself from his wife by her rich best friend the poor, helpless chap) and interesting family dispute has emerged regarding this. The originally published version of A moveable Feast was published by Hemingway's fourth wife who arranged, included and excluded the existing sketches. Now, Hemingway's grandson with his second wife has published an alternate version that includes some sketches which paint his grandmother in a more positive light and which had been omitted Hemingway's fourth wife. Quite obviously, I will need to have a look at that version as well.
Wednesday, June 10, 2009
Les Faux-monnayeurs
Le premier - et sans doute dernier - livre qui sera discuté dans un club de bouquin qui on a fondé dans une soirée bien arrosée (feuchftfröhlich) est cet oeuvre d'André Gide. Publié en 1925, Les Faux-monnayeurs est facilement à suivre mais difficile à comprendre. Gide n'emploie pas de flux de conscience comme certains de ses contemporains (Joyce, Faulkner, Sartre), il semble plutôt lié à une génération précédente dans le sens qu'il reste très accessible au niveau des phrases voire paragraphe même chapitre individuelle. Il est plus (post-)moderne (sans que je veuille juger comme positif ni négatif) concernant la façon que son style de narration change constatement. Il y a un narrateur omniscient qui ce n'est jamais précisé. On y trouve des parties basées sur le dialogue et sans que le lecteur soit offert une interprétation. Finalement, une bonne partie du livre est censé d'être le journal d'une de ses personnages. Plus compliqué même, parfois ce journal est lu par quelqu'un d'autre, parfois il ne l'est pas. Sans mentionner le tas de lettres qui y sont reproduit.
Le bouquin décrit l'été comme vit par trois personnages principales (deux amis, des jeunes collégiens; et un écrivain plus âgé, demi-oncle d'un d'eux) et un tas des autres autour ces trois. Sans entrer dans une histoire trop compliqué pour le résumer ici dans quelques phrases, le bouquin se concentre sur les relations romantiques et amicales (les deux ne sont pas trop séparées ou au moins ambiguës) entre ses personnages. L'homosexualité (ou bisexualité) des personnages principales n'est pas traité comme un sujet comme soi (sauf dans une occasion).
Le sujet le plus fascinant du bouquin est sans doute (comme souvent d'ailleurs), le flux entre l'auteur et l'écrivain (Edouard) plus âgé qui fournit avec son journal un bon tiers du texte. Edouard est en train d'écrire un livre qui s'appelle Les Faux-monnayeurs. Ce livre est censé d'être une représentation d'une tranche de la vie. Edouard défend son projet de tenter une telle représentation, ce que les autres ridiculisent comme impossible. Gide le fait effectivement. Wikipedia me dit qu'il veut montrer la vanité de même tenter de reproduire la vie. Je ne suis pas sûr. Son livre finit sur les termes plutôt positives (pour les personnages principales en tout cas), d'une certaine façon il y a de la clôture, mais au même terme je trouve que Gide réussit à montrer une tranche de la vie. Le nombre de fils sans connexion, le nombre de personnage avec un avenir toujours douteux à la fin du bouquin. Le fait que des personnes viennent et partent sans qu'ils touchent profondément la vie des personnages principales. C'est cela la vie, non?
Le bouquin décrit l'été comme vit par trois personnages principales (deux amis, des jeunes collégiens; et un écrivain plus âgé, demi-oncle d'un d'eux) et un tas des autres autour ces trois. Sans entrer dans une histoire trop compliqué pour le résumer ici dans quelques phrases, le bouquin se concentre sur les relations romantiques et amicales (les deux ne sont pas trop séparées ou au moins ambiguës) entre ses personnages. L'homosexualité (ou bisexualité) des personnages principales n'est pas traité comme un sujet comme soi (sauf dans une occasion).
Le sujet le plus fascinant du bouquin est sans doute (comme souvent d'ailleurs), le flux entre l'auteur et l'écrivain (Edouard) plus âgé qui fournit avec son journal un bon tiers du texte. Edouard est en train d'écrire un livre qui s'appelle Les Faux-monnayeurs. Ce livre est censé d'être une représentation d'une tranche de la vie. Edouard défend son projet de tenter une telle représentation, ce que les autres ridiculisent comme impossible. Gide le fait effectivement. Wikipedia me dit qu'il veut montrer la vanité de même tenter de reproduire la vie. Je ne suis pas sûr. Son livre finit sur les termes plutôt positives (pour les personnages principales en tout cas), d'une certaine façon il y a de la clôture, mais au même terme je trouve que Gide réussit à montrer une tranche de la vie. Le nombre de fils sans connexion, le nombre de personnage avec un avenir toujours douteux à la fin du bouquin. Le fait que des personnes viennent et partent sans qu'ils touchent profondément la vie des personnages principales. C'est cela la vie, non?
Monday, May 25, 2009
Journal 1942-1944
Le journal de Hélène Berr vient d'être publié en Allemagne, c'est pour cela que j'en ai entendu parler (Zeit). Berr commencé son journal en 1942, parlant de sa vie personelle. Elle n'est pas politique. Il n'y a qu'une référence à Vichy, qu'une fois que la guerre même est discutée. Tout au début le journal s'occupe surtout de sa vie sentimentale. Elle a un ancien petit-ami qui n'est plus là (il n'est pas clair pourquoi, est-il prisonnier de guerre? Ou simplement au sud et alors inaccessible pendant l'occupation?) mais est bientôt (si lentement même réticent) en train de tomber amoureuse d'un autre. Elle est à la Sorbonne étudiant des lettres anglaises, cite de la poésie anglaise souvent et utilise même des mots dans son journal. Venant d'une famille de la grande bourgeoisie elle joue au violon, se promène à Paris et passe ses week-ends dans la résidence en campagne de la famille.
Mais évidemment elle ne peut pas éviter le temps qu'elle vit. Le journal gagne en force peut-être particulièrement parce que Berr ne semble pas s'occuper de la politique. Elle discute pas les grandes lignes, ne nomme jamais Hitler ou Churchill, mais elle sur ce que lui (et des autres juifs) concerne personnellement. L'étoile qu'elle doit porter, la peine que cela lui fait, les expressions de solidarité qu'elle reçoit des français 'ordinaires'. Berr s'engage dans la lutte de tenter de cacher des enfants juifs en Île de France, elle continue à être amoureuse et souffre beaucoup au moment où son petit ami décide à joindre la France libre et lutter pour la libération.
Berr reprend son journal un ans plus tard et différemment. Elle a réalisé qu'elle va mourir (même si elle n'en parle pas directement: On parle beaucoup de la gaz. il doit être du vérité dans ces rumeurs.) et veut laisser quelque chose pour son amant pour que lui sache ce qu'elle a vécu et ce qu'elle ressent pour lui. Alors elle raconte moins factuel et beaucoup plus philosophique donnant au journal une deuxième partie peu similaire de la première mais si fort si sur un niveau très différent.
J'ai été frappé par la combinaison de sa description des allemands et le fait qu'elle continue à apprendre de l'allemand jusque à sa déportation. Les allemands font du bruits comme les bêtes pendant qu'ils font du sport sur les Champs de Mars, ils sont généralement moins agréable que les français même quand ils font le même travail (les arrestations). Berr se trompe même en faveur de la police française parfois et lui reproche moins des actes de violence qu'elle n'a commis. Mais, elle continue à apprendre allemand. Pourquoi? Était-il une sorte d'adaptation à l'état potentiellement le vainqueur de la guerre? L'espoir que la connaissance de la langue aiderait à éviter le pire? Un espoir faux et fort tragique dans ce cas. Une mystère pour moi en tout cas.
"Qu'on soit arrivé à concevoir le devoir comme une chose indépendante de la conscience, indépendante de la justice, de la bonté, de la charité, c'est là la preuve de l'inanité de notre prétendue civilisation."
Mais évidemment elle ne peut pas éviter le temps qu'elle vit. Le journal gagne en force peut-être particulièrement parce que Berr ne semble pas s'occuper de la politique. Elle discute pas les grandes lignes, ne nomme jamais Hitler ou Churchill, mais elle sur ce que lui (et des autres juifs) concerne personnellement. L'étoile qu'elle doit porter, la peine que cela lui fait, les expressions de solidarité qu'elle reçoit des français 'ordinaires'. Berr s'engage dans la lutte de tenter de cacher des enfants juifs en Île de France, elle continue à être amoureuse et souffre beaucoup au moment où son petit ami décide à joindre la France libre et lutter pour la libération.
Berr reprend son journal un ans plus tard et différemment. Elle a réalisé qu'elle va mourir (même si elle n'en parle pas directement: On parle beaucoup de la gaz. il doit être du vérité dans ces rumeurs.) et veut laisser quelque chose pour son amant pour que lui sache ce qu'elle a vécu et ce qu'elle ressent pour lui. Alors elle raconte moins factuel et beaucoup plus philosophique donnant au journal une deuxième partie peu similaire de la première mais si fort si sur un niveau très différent.
J'ai été frappé par la combinaison de sa description des allemands et le fait qu'elle continue à apprendre de l'allemand jusque à sa déportation. Les allemands font du bruits comme les bêtes pendant qu'ils font du sport sur les Champs de Mars, ils sont généralement moins agréable que les français même quand ils font le même travail (les arrestations). Berr se trompe même en faveur de la police française parfois et lui reproche moins des actes de violence qu'elle n'a commis. Mais, elle continue à apprendre allemand. Pourquoi? Était-il une sorte d'adaptation à l'état potentiellement le vainqueur de la guerre? L'espoir que la connaissance de la langue aiderait à éviter le pire? Un espoir faux et fort tragique dans ce cas. Une mystère pour moi en tout cas.
"Qu'on soit arrivé à concevoir le devoir comme une chose indépendante de la conscience, indépendante de la justice, de la bonté, de la charité, c'est là la preuve de l'inanité de notre prétendue civilisation."
Friday, May 15, 2009
Voyage au bout de la nuit
Je ne vais pas prétendre de savoir beaucoup sur Louis-Ferdinand Céline. On m'a dit qu'il a été vachement de la droite, ce que me déplaît bien évidemment, mais on m'a aussi prêté son live Voyage au bout de la nuit avec les mots le plus chaleureux. Pour l'auteur je me réserve de juger, à la fin j'écoute avec plaisir Merle Haggard (Fightin' Side of Me) ou Sizzla (True God). Pour l'ouevre je peux avouer qu'elle est très forte. Ce n'est toujours pas facile pour moi de lire la haute littérature française, surtout dans des paragraphes descriptives j'ai du mal à suivre et parfois il y a bien des subtilités qui m'échappent parce que je ne comprends pas tous les mots (et je déteste lire avec une dictionnaire à ma côté). Mais, ayant admet cela, ce livre m'a beaucoup plu.
Céline semble comparable à Camus ou Sartre, même Voltaire je dirais ou mon grand héros Faulkner, dans le sens qu'il décrit l'absurdité de l'existence. Comme les autres de cette liste illustrée (hors Voltaire) Céline ajoute la futilité de la vie, la manque de sens qu'on y trouve. Shakespeare l'a exprimé dans Macbeth, Faulkner l'a repris dans son livre le plus célèbre: "Life is but ... a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing." Comme Simplicius Simplicissimus ou (plus connue) Forrest Gump (non, pas Tom Hanks, le bouquin), Céline nous montre un héros presque picaresque. Sa personnage principale n'est ni le plus intelligent, ni le plus fort, ni même le plus sublime (loin de cela en fait), elle est seulement quelqu'un qui essaye de survivre dans un monde peu soignant. Revenant sur Voltaire (et les deux anti-héros je viens de citer), Ferdinand (l'auteur a quand même donné son nom à la personnage principale!) bouge en permanence. De les tranchées de la première guerre mondiale à Paris, à l'Afrique coloniale, aux Etats-Unis et de retour en France à la banlieue parisienne (incluant une petite visite à Toulouse).
Ce que m'a frappé pendant ma lecture sont les positions incompatible avec la droite (surtout la droite de Vichy) que Céline (ou plutôt Ferdinand) adopte dans son livre. Sa personnage principale n'as pas de morale ("J'ai été un vrai cochon"), elle est lâche, "refuse la guerre et tout ce qu'il y dedans", n'est même pas patriote, critique le régime colonial et est même anti-capitaliste (ou donne cette impression en attaquant le système fordien. Effectivement, Ferdinand est très nihiliste et me plaît beaucoup ainsi.
Céline semble comparable à Camus ou Sartre, même Voltaire je dirais ou mon grand héros Faulkner, dans le sens qu'il décrit l'absurdité de l'existence. Comme les autres de cette liste illustrée (hors Voltaire) Céline ajoute la futilité de la vie, la manque de sens qu'on y trouve. Shakespeare l'a exprimé dans Macbeth, Faulkner l'a repris dans son livre le plus célèbre: "Life is but ... a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing." Comme Simplicius Simplicissimus ou (plus connue) Forrest Gump (non, pas Tom Hanks, le bouquin), Céline nous montre un héros presque picaresque. Sa personnage principale n'est ni le plus intelligent, ni le plus fort, ni même le plus sublime (loin de cela en fait), elle est seulement quelqu'un qui essaye de survivre dans un monde peu soignant. Revenant sur Voltaire (et les deux anti-héros je viens de citer), Ferdinand (l'auteur a quand même donné son nom à la personnage principale!) bouge en permanence. De les tranchées de la première guerre mondiale à Paris, à l'Afrique coloniale, aux Etats-Unis et de retour en France à la banlieue parisienne (incluant une petite visite à Toulouse).
Ce que m'a frappé pendant ma lecture sont les positions incompatible avec la droite (surtout la droite de Vichy) que Céline (ou plutôt Ferdinand) adopte dans son livre. Sa personnage principale n'as pas de morale ("J'ai été un vrai cochon"), elle est lâche, "refuse la guerre et tout ce qu'il y dedans", n'est même pas patriote, critique le régime colonial et est même anti-capitaliste (ou donne cette impression en attaquant le système fordien. Effectivement, Ferdinand est très nihiliste et me plaît beaucoup ainsi.
Tuesday, March 03, 2009
Au bonheur des dames
J'ai voulu écrire une critique du livre Au bonheur des dames d'Émile Zola depuis longtemps. Maintenant, il fait un peu trop de temps que je l'ai lu, seulement quelques remarques courts alors.
Zola dans ce bouquin détaille l'émergence d'une grande magasin à Paris (comme le Bon Marché) et ses effets sur les petits vendeurs au quartier. Peu surprenant, sa description est loin d'être flatteuse. Il montre le patron du magasin, sa clientèle accro, et ses vendeurs traités uniquement comme des sources de revenues. D'une certaine façon le livre peut être lu comme une critique anti-moderne seulement, mais au même temps un caractère fort sympa qui ne réussit pas à s'adapter au magasin disparaît inglorieusement au contraste avec le patron qui trouve son bonheur (même si ce bonheur n'est plus basé sur les aspects financières). Je peux carrément recommandé le livre, je l'ai bien aimé, même si j'avais du mal à comprendre certains partis descriptives sur le tissus vendus par exemple. Les seuls choses critiquables de mon points de vue ont été les constants références aux caractéristiques 'juives' (l'avarice, la capacité de devenir riche), mais au même temps il semble impossible d'accuser Zola de l'antisemitisme. Deuxièmement, il serait très instructive de lire une critique féministe de cette œuvre - vu que l'idée structurelle est que les grands magasins réussirent parce que les femmes sont très faibles de résister les prix à bon marché.
Zola dans ce bouquin détaille l'émergence d'une grande magasin à Paris (comme le Bon Marché) et ses effets sur les petits vendeurs au quartier. Peu surprenant, sa description est loin d'être flatteuse. Il montre le patron du magasin, sa clientèle accro, et ses vendeurs traités uniquement comme des sources de revenues. D'une certaine façon le livre peut être lu comme une critique anti-moderne seulement, mais au même temps un caractère fort sympa qui ne réussit pas à s'adapter au magasin disparaît inglorieusement au contraste avec le patron qui trouve son bonheur (même si ce bonheur n'est plus basé sur les aspects financières). Je peux carrément recommandé le livre, je l'ai bien aimé, même si j'avais du mal à comprendre certains partis descriptives sur le tissus vendus par exemple. Les seuls choses critiquables de mon points de vue ont été les constants références aux caractéristiques 'juives' (l'avarice, la capacité de devenir riche), mais au même temps il semble impossible d'accuser Zola de l'antisemitisme. Deuxièmement, il serait très instructive de lire une critique féministe de cette œuvre - vu que l'idée structurelle est que les grands magasins réussirent parce que les femmes sont très faibles de résister les prix à bon marché.
Monday, June 30, 2008
L'Âge de raison
Sartre alors, drôle comment un nom fait une impression, rencontrant des gens en le lisant, ils sont tous impressionné. Moi, je suis sûr que les ouvrages philosophes de Jean-Peaul Sartre sont difficile et complex, L'Âge de raison n'a pas été trop dur à comprendre. Je ne comprends toujours pas tous (au niveau des mots), mais je me débrouille quand même et j'espère que en lisant plus j'arriverai sur un niveau de français plus acceptable.
Le bouquin soi-même a été très agréable. C'est l'histoire d'un professeur de moyen âge (35 je crois), qui s'appuie sur sa indépendance, sa liberté, même s'il l'imagine plus qu'elle existe. Il apprend que sa mâitresse est enceinte au même temps qu'il se rend compte qu'il n'aime plus. Mathieu (son nom) est foutu, il ne réussit pas à faire rien de ce qu'il voudrait (dès draguer quelqu'un d'autre jusqu'à trouver de l'argent pour un avortement).
Pourquoi je l'ai bien aimé alors? Je ne sais pas trop, je trouve sympa les histoires sans espoir comme celle-là. Je peux sympathiser avec un mec qui souffre sous ses anciens décisions, qui n'est pas tout à fait heureux avec sa vie, sa façon d'être. Bien sûr que (j'espère au tout cas) je tire des autres conséquences, mais j'aime bien ce Mathieu quand même. Un peu froid, un peu trop intéressé à ses études parfois, un peu du mal à ce que les gens ils pensent grâce à un cynisme profond, c'est une décription de moi aussi à un certain degré.
À la fin, la vision de Satre des gens, de la communication inter-humaine me plaît. Elle est aussi negative que la mienne (ou aussi réaliste?), les gens, ils se malcomprennent, ils se font du mal et ils ne le réalisent pas ou ils sont en fou. Et non, je ne me suiciderai pas maintenant, mais il faut admettre, que cette vision a plus de raison qu'on ne le voudrait.
Le bouquin soi-même a été très agréable. C'est l'histoire d'un professeur de moyen âge (35 je crois), qui s'appuie sur sa indépendance, sa liberté, même s'il l'imagine plus qu'elle existe. Il apprend que sa mâitresse est enceinte au même temps qu'il se rend compte qu'il n'aime plus. Mathieu (son nom) est foutu, il ne réussit pas à faire rien de ce qu'il voudrait (dès draguer quelqu'un d'autre jusqu'à trouver de l'argent pour un avortement).
Pourquoi je l'ai bien aimé alors? Je ne sais pas trop, je trouve sympa les histoires sans espoir comme celle-là. Je peux sympathiser avec un mec qui souffre sous ses anciens décisions, qui n'est pas tout à fait heureux avec sa vie, sa façon d'être. Bien sûr que (j'espère au tout cas) je tire des autres conséquences, mais j'aime bien ce Mathieu quand même. Un peu froid, un peu trop intéressé à ses études parfois, un peu du mal à ce que les gens ils pensent grâce à un cynisme profond, c'est une décription de moi aussi à un certain degré.
À la fin, la vision de Satre des gens, de la communication inter-humaine me plaît. Elle est aussi negative que la mienne (ou aussi réaliste?), les gens, ils se malcomprennent, ils se font du mal et ils ne le réalisent pas ou ils sont en fou. Et non, je ne me suiciderai pas maintenant, mais il faut admettre, que cette vision a plus de raison qu'on ne le voudrait.
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